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Melanie Dietrich

Die 20-jährige Melanie Dietrich aus dem Winzerdorf Fahr ist die Fränkische Weinkönigin 2012/2013. Um die Fachjury davon zu überzeugen, dass sie für dieses amt wie geschaffen ist, musste sich die Mathematik- und Physikstudentin gewissen aufgaben stellen.

Neben anspruchsvollen Fachfragen rund um das Thema Wein interessierte die Prüfer beispielsweise auch, wie Melanie einem Hamburger die Rebsorte Müller-Thurgau erklären würde. Bekäme sie zudem einen eingefleischten Münchener Biertrinker dazu, auch einmal einen Schoppen Wein zu probieren? Charme, Spontaneität, Klugheit und eine gesunde Schlagfertigkeit gepaart mit einem freundlichen Wesen, so sind die Anforderungen für dieses Amt. Melanie Dietrich meistert sie souverän und beantwortet heute Fragen zu dem Thema „Was ich schon immer über Wein wissen wollte und mich noch nie zu fragen traute".

Interview der Mainzeit mit Melanie Dietrich

Mainzeit: Melanie, immer wieder werden unsere Gäste mit dem Begriff „Qualitätspyramide" konfrontiert. Wie können wir uns diese vorstellen?

Melanie: Es ist ganz einfach. Stellen Sie sich eine Pyramide vor, die waagrecht in drei Stufen unterteilt ist und damit symbolisch die Qualität der Weine beschreibt. In der untersten Stufe finden Sie das „neue Franken", in der Mitte Weine aus dem „Klassischen Franken" und oben in der Spitze das „Große Franken". Einen leichten fruchtigen Wein in der hellen Bordeaux- oder Bocksbeutelflasche oder einen prickelnden Secco finden Sie in der untersten Stufe im neuen Franken. Unkomplizierte Weine, die Sie an einem schönen Sommertag mit Freunden oder auch zu zweit genießen können. Weine, die Spaß machen. Typisch fränkische mineralische Weine im grünen Bocksbeutel sind in der Mitte im Klassischen Franken vertreten. Weine, die Terroir bezogen sind, d.h. es sind facettenreiche Weine, die unsere verschiedenen Böden wie Muschelkalk, Keuper und Bundsandstein, sowie unser hervorragendes Klima charakterisieren. Auch die Arbeit und die Leidenschaft des Winzers spiegeln sich in jedem Glas wider. Diese typischen Frankenweine können Sie wunderbar zu unseren fränkischen Köstlichkeiten genießen. Weine, die unser WeinFranken charakterisieren. Elegante hochqualitative Weine im Bocksbeutel oder in der dunklen Bordeaux- oder Burgunderflasche spiegeln in der Spitze das Große Franken wieder. Edle Weine, die nicht nur regional, sondern auch international hervorragend abschneiden. Durch ihr volles Bukett und ihren einzigartigen Geschmack überzeugen sie nicht nur jeden Weinkenner sondern auch viele Weingenießer. Der perfekte Wein für den besonderen Moment, der Ihnen lange in Erinnerung bleiben wird. Weine, die Franken von seiner goldenen Seite zeigen.

Mainzeit: Wie schaut es denn so mit den richtigen Trinktemperaturen aus?

Melanie: Die Trinktemperatur der Weine hängt davon ab, ob Sie einen Weißwein oder einen Rotwein genießen möchten. Haben Sie sich für einen jungen fruchtigen Wein aus dem neuen Franken entschieden, dann empfehle ich ihnen einen gut gekühlten Wein bei ca. 8°-10°. Hierbei spielt die Farbe des Weines keine Rolle. Weißweine aus dem Klassischen Franken und Großen Franken können Sie optimal bei einer Temperatur von 10°-12° genießen. Eine Ausnahme bilden die Rotweine aus diesen Bereichen. Einen Rotwein aus dem Klassischen Franken sollten Sie vor dem Genuss öffnen und bei einer Temperatur von 14° kommt das Weinbukett voll zur Geltung. Für einen jungen, tanninreichen Rotwein aus dem Großen Franken empfehle ich ihnen, diesen in einen Dekanter zu füllen, damit sich seine einzigartigen Aromen entfalten können. Denken Sie daran, ein gut gekühlter Frankenwein ist immer ein Genuss.

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