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Biowinzer Helmut Christ

Beschäftigt man sich mit dem Weingut Helmut Christ, kann man durchaus von Pionieren an der Mainschleife sprechen. Schon 1974 begann hier der ökologische Anbau der Weinberge und Obstfelder und wurde bis heute kontinuierlich verfeinert und konsequent umgesetzt.

„Es reicht uns nicht, lediglich herkömmliche EU-Standards für die Bezeichnung BIO zu erfüllen", erklärt Helmut Christ und seine Frau erzählt weiter. „Unser Anliegen und unsere Aufgabe ist es aus Ehrfurcht vor der Natur und allem Lebendigen zu wirtschaften." Dabei war es Rudolf Steiner, der bereits 1924 seine Visionen von Landwirtschaft in Einklang mit der Natur und unter Einbeziehung des Übersinnlichen und Kosmischen verwirklichte. Er war somit Gründervater von Demeter, dem biologischen Landbauverband für biologisch-dynamisch wirtschaftende Landwirte, Winzer und Gärtner. Der Markenname Demeter, um ihn abschließend zu erklären, geht zurück auf eine Göttin der griechischen Mythologie. Sie war zuständig für die Fruchtbarkeit der Erde, des Getreides, der Saat und der Jahreszeiten.

Aufgewachsen mit diesem besonderen Bezug zur Natur ist es nur verständlich, dass auch Sohn Michael (26), ausgebildeter Weinbautechniker, seit zwei Jahren im elterlichen Betrieb mitarbeitet. Gemeinsam mit seinen Eltern setzt er die Vorgaben von Steiner in den Weinbergen um. Dazu gehört das Ansetzen von biodynamischen Komposten und Präparaten, welche für eine Harmonisierung von Boden und Pflanzen sorgen.

Dass dabei der Boden größtenteils von einer Bewirtschaftung der Rebzeilen durch große Maschinen verschont wird, ist ein weiteres Kriterium für diese „ganzheitliche" Landwirtschaft. „Das würde ihn zu stark verdichten und vorhandene Bodenstrukturen und Bodenlebewesen zerstören", führt Michael Christ aus. „Wir sind uns bewusst, dass wir nur ein kleiner Teil eines großen Ganzen sind und jeder für sein Denken und Handeln Verantwortung trägt, da wo er wirkt".

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