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Winzertöchter

Dass Jungs in einer Winzerfamilie oftmals in die Fußstapfen der Eltern oder ganz speziell in die des Vaters treten, ist nahezu schon selbstverständlich. Bunt und abwechslungsreich geht es dagegen oftmals bei den Winzertöchtern zu.

Erstaunen ruft man vielerorts hervor, wenn die Winzertöchter beispielsweise schon in jungen Jahren den Familienbetrieb in die Hand nehmen. Winzertöchter haben ihren eigenen Kopf und sind in ihren Entscheidungen ebenfalls „wild" entschlossen.

Ganz individuell entscheiden sie ihre berufliche Zukunft nach ihren Begabungen und Vorlieben.

Sophia und Franziska Galena, Sommerach

Die Töchter aus dem Sommeracher Weingut Galena haben in beruflicher Hinsicht ganz unterschiedliche Begabungen. Während die jüngere Schwester Sophia mit ihrer ausbildung zur erzieherin den ursprünglich gewählten Beruf ihrer Mutter Christine ausüben will, eifert Franziska ihrem Vater Michael nach.

Zielstrebig ist sie, die 21-jährige Winzerstochter. Nach der Schule absolviert sie eine dreijährige Winzerausbildung. Ihr Wissen erweitert sie dabei in unterschiedlichen Weingütern, die sowohl den klassischen, als auch den ausbau von Bioweinen betreiben. „Man muss hier ganz offen sein", meint die junge Winzerin. „Das Spannende am Winzerberuf sind die vielen Möglichkeiten, den Betrieb weiter voranzubringen, aber sich selbst auch zu verwirklichen." Dabei ist Franziska sehr dankbar dafür, dass sie mit ihren ideen bei ihren Eltern immer auf offene Ohren stößt. „Wenn ich mir vorstelle, dass ich hier eigene Visionen hätte, und die würden im Keim erstickt ... nicht auszudenken!" So hat sie mit ihren Eltern kürzlich erstmals zu einer Jahrgangs-Präsentation geladen, die von ihren Gästen begeistert auf- und angenommen wurde.

Seit sie nach ihrer Ausbildung voll und ganz in den Familienbetrieb eingestiegen ist, ist sie dort auch überall zu finden, sei es im Weinberg, im Keller, im Büro, oder in der Probierstube. Dabei kommt der jungen Frau zugute, dass sie bis vor kurzem Weinprinzessin von Sommerach war. „Das hilft einem unheimlich weiter. Selbstbewusst und sicher vor vielen Menschen zu sprechen, macht mir einfach Spaß", schmunzelt sie und denkt dabei zurück an ihre Weinprinzessinenamtszeit. Ganz besonders genießt heute Franziska den Gästekontakt, wenn sie und ihre Eltern die Heckenwirtschaft öffnen. „Wir besprechen immer ausführlich, womit wir unsere Gäste verwöhnen wollen", verrät sie. „Natürlich muss es etwas ganz Typisches aus unserer Region sein, aber auch irgendwie speziell". Dass dies gelingt, beweisen die Besucherzahlen an den geöffneten Wochentagen.

Weingut Galena

Heckenwirtschaft
Frühjahr und Herbst
7.5. bis 7.6. und 17.9. bis 18.10. 2012
(Mo. bis Do. von 16 - 22 Uhr)

Emma Braun, Fahr am Main

Die Kleinste im Bunde ist für ihr Alter aber dennoch gleichermaßen taff! Sechs Jahre ist sie alt und tauscht in absehbarer Zeit den Kindergartenplatz mit einem Klassenzimmer. Emma ist jüngster Spross des Familienweingutes Braun in Fahr. Natürlich ist sie in erster Linie ein ganz normales Kind, tollt gerne im Freien herum und spielt mit ihren beiden älteren Brüdern. „Aber in Sachen Geschäftigkeit ist sie dennoch einmalig, das haut uns manchmal richtig um. Nicht, dass wir sie dazu angehalten hätten", sagt Vater Thomas Braun, „aber Emma ist einfach oft dabei, wenn meine Frau oder ich mit unseren Weinkunden sprechen. Auch wenn wir für unsere Übernachtungsgäste den Frühstücksraum richten, ist sie mit von der Partie". Man könne sie auch nur schwer davon abhalten, sich hier einzubringen, weiß Mutter Heike. Da werden Brotkörbchen aufgefüllt, die benötigten Messer poliert und auf den Tisch gelegt und ein prüfender Blick sieht nach, ob die selbstgemachten Marmeladen aus dem elterlichen Garten ihren richtigen Platz haben. „Unsere Emma fühlt sich oft auch als die Frau im Haus, wenn meine Frau Heike mit unseren beiden Jungs an manchen Terminen während des Jahres mit unserem Ausschankwagen unterwegs ist", erzählt uns Winzer Thomas Braun. „Da bin ich natürlich äußerst dankbar für ihre klugen Tipps, das können Sie sich sicherlich vorstellen", schmunzelt er augenzwinkernd.

Während der geöffneten Häckerstube in den Monaten April bis Oktober schaut Emma auch öfters mal dort nach dem Rechten. Und sieht sie Handlungsbedarf, reicht sie neuen Gästen die Speisekarten und beantwortet souverän aufkommende Fragen, wie beispielsweise die, ob es neben dem reichen Angebot an Weinen nicht auch einen schmackhaften Traubensaft gäbe. Freilich gäbe es den, weiß sie dann, und weiter, dass er aus weißen oder roten Trauben gemacht sei. Außerdem habe der Saft einen wunderbaren Geschmack und lösche gut den Durst. Erscheint uns da nicht heute schon ein möglicher aufgehender Stern am Weinprinzessinnenhimmel? Wir werden es sehen. Und bis dahin erfreuen wir uns noch an Emma, die einfach immer präsent ist. Ganz gleich ob als Familien-Wirbelwind, der die Brüder aufmischt, als Papa-Beraterin, als Mama-Beschmuserin, oder als Häckerstuben-Empfangsdame, die die Gäste begrüßt, bevor sie zur Sandmännchenzeit oder wenig später in einen süßen Schlummerschlaf fällt. Träum was Schönes, süße Emma ...

 

Familienweingut Braun

Heckenwirtschaft
April: Mo bis Fr 17-22 Uhr, Sa/So 11:30-22 Uhr 
Mai bis Oktober: Di 17-22 Uhr, Mi bis So 11:30-22 Uhr 
Montag Ruhetag

Sophia und Ann-Kathrin Krämer, Obereisenheim

Die Töchter von Birgit und Gerd Krämer aus dem Weingut Krämer in Obereisenheim sind hinsichtlich ihrer jeweiligen Zukunftsplanungen so unterschiedlich wie kreativ. Sophia (21 J.) hat – wie könnte es anders sein – Weinküferin und Winzerin gelernt, tritt mit großen Schritten in die Fußstapfen des Vaters und wird irgendwann den elterlichen Weinbaubetrieb übernehmen. Große Schritte macht die Jungwinzerin aber auch sonntags, wenn sie ihrem leidenschaftlichen Hobby nachgeht, als Fußballerin über den Rasen wirbelt und ihren Gegnerinnen das Fürchten lehrt. Ann-Kathrin (23 J.) hat schon als Kind an eigens zusammengestellten Tischen mit bunt bebilderten Prospekten Reisebüro gespielt. Ihre damals schon wahrnehmbare Reiselust treibt sie in ferner Zukunft in die Welt. Heute jedoch zieht es die angehende Globetrotterin und Geographiestudentin mit Schwerpunkt Tourismus, wann immer es geht, an ihren Angelplatz am nahen Main. Hier – so sagt sie – findet sie die notwendige Ruhe im ansonsten doch auch hektischen Alltag.

Mit den jeweiligen Neigungen der beiden jungen Damen hat sich das Weingut Gerd Krämer mittlerweile zu einem richtig kleinen „Rund-um-Paket" entwickelt. Die Familienfischerei bestückt zur Freude der Gäste, äußerst raffiniert und geschmackvoll zubereitet, die Teller während der geöffneten Heckenwirtschaftssaison. Bei der Aussicht auf Karpfenschinken, Fischbratwürste, Meefischli & Co. läuft einem förmlich schon das Wasser im Mund zusammen. Rechtzeitig an eine Tischreservierung zu denken, kann man an dieser Stelle wirklich nicht als übertriebenen Aktionismus bezeichnen, sondern viel mehr als vorsorglich gute Planung für das leibliche Wohl.

Die Liebe zum Wasser hat die beiden Mädels zudem dazu animiert, die vorhandene Kanustation in Obereisenheim zu übernehmen. Wirtsleute, die sie aus Zeitmangel abgeben mussten, hatten 2011 die Ausstattung übergeben. 15 gut sortierte Kanus können hier angemietet werden. Die Touren werden individuell ausgearbeitet. Sogar eine professionelle Gästeführerin kann mitgebucht werden und – im Boot dabei – vom Wasser aus die Gegend erklären. „Wenn unsere Kanumieter das wollen, können sie zum Abschluss ihrer Tour auf unserer eigens dafür angemieteten Wiese am Main grillen. Auf Wunsch planen wir auch unterhaltsame Weinproben oder Weinbergswanderungen durch unsere Obereisenheimer Rebhänge ein", erklärt Ann-Kathrin. „Aber natürlich reservieren wir auch gerne einen Platz in unserer Heckenwirtschaft", ergänzt Sophia die Möglichkeiten ihres Familienunternehmens.

Weingut Gerd Krämer

Heckenwirtschaft
14. September bis 11. November 2012 
Freitag ab 18 Uhr
Samstag ab 15 Uhr
Sonntag und Feiertag ab 12 Uhr

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