Weinwanderwege

Landschaft und Wein - das sind Themen, die an der Volkacher Mainschleife allgegenwärtig sind und eine Pracht für Auge beziehungsweise Gaumen darstellen. Zwei Wanderwege widmen sich den beiden Themen insbesondere - der Panorama- und der Silvanerweg laden zum Erlebnis für alle Sinne ein.

Der Panoramawanderweg

Am besten beginnt man damit direkt am Fluss, idealerweise gleich in Fahr am Main, wo der Panoramawanderweg auch beginnt. Fahr liegt malerisch eingebettet zwischen Main und Rebhängen, und eine Fährfahrt gehört hier quasi zum absoluten Muss-Programm. Alleine in Fahr lassen sich viele Dinge schauen - die Obstfelder, die dem Dorf sein Alleinstellungsmerkmal geben, sind die Reise schon alleine wert. Von dort aus geht es weiter in Richtung Kaltenhausen, wo eine ehemalige Brauerei interessante Einblicke in eine Kunst gibt, die man in dieser weinverwöhnten Region gar nicht so vermuten würde. Man folgt hier übrigens einem alten Wallfahrtsweg, den schon vor Jahrhunderten Gläubige gegangen sind, in Richtung Escherndorf, vorbei an den berühmten Weinlagen des „Escherndorfer Lump". Dem Main entlang führt der Weg bis zur Vogelsburg - der Aufstieg lohnt sich, denn von dort aus ist der Blick auf die Mainschleife wohl mit am schönsten überhaupt in der gesamten Gegend. Wie vom Maler hinein getupft wirken die Weindörfer, im Zwischenrang aufsteigende Hänge, und darüber nichts als der weite Horizont.

Der Weg führt weiter bis nach Astheim, wo man vor der nächsten Überquerung des Mains einmal im Klostermuseum vorbeischauen sollte. Über 600 Zeugnisse der Volksfrömmigkeit sind im ehemaligen Kartäuserkloster, einem nachgotischen Bau, zusammengetragen. Ist man am anderen Ufer angelangt: Warum nicht einmal in der Stadt Volkach, dem Herzstück der Mainschleife, vorbeischauen? Oder gleich weiter dem Pfad folgen in Richtung der Wallfahrtskapelle „Maria im Weingarten", berühmt für für eines der bedeutendsten Werke Tilman Riemenschneiders. Auch hier wieder: Ein Traum von Landschaft, wohin das Auge blickt. Über die Lagen des „Volkacher Ratsherrs" gelangt man wieder zurück nach Fahr am Main. Gerade mal neun Kilometer waren das - und die haben sich gelohnt.

Der Silvanererlebnisweg

Wer sich auf den Silvanererlebnisweg begibt, der begibt sich nach ganz unten: in die Höll‘! Doch keine Sorge: Als Höll‘ wird die Weinlage bezeichnet, die sich rund um Obereisenheim erstreckt. Bei einer Wanderung durch die Weinberge des Untereisenheimer Sonnenbergs (Himmel) und der Obereisenheimer Höll‘ erwarten den Gast zuallererst eine nahezu unberührte Landschaft mit Ausblicken, die man gerne mit nach Hause nimmt und noch lange von ihnen zehrt. Versüßt wird der Eindruck dieses Wanderwegs mit Weinen aus Unter- und Obereisenheim. Wie der Name schon sagt, ist die vorwiegende Rebsorte hier der Silvaner, der urkundlich das erste Mal in Obereisenheim deutschlandweit erwähnt wurde. Neben Weinreben und Landschaft lockt auch die interessante Ortsgeschichte Obereisenheims. Informationsmaterial zu den Themen-Wanderwegen gibt es in der Touristinformation am Volkacher Marktplatz.

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