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Der Winzer und sein Etikett

Jedes Weinbehältnis mit einem Volumen von unter 60 Litern muss etikettiert sein und für den Verbraucher eine fest gelegte Informationsgrundlage für den Kauf von Weinen darstellen. Herkunft, Alkoholgehalt, Qualitätsstufe oder Abfüller müssen auf dem Etikett stehen. So will es das Weinrecht.

Dass aber das Weinetikett nicht nur ein Informationsdatenblatt, sondern auch eine Visitenkarte ist, mit der ein Winzer sich und seinen Wein empfiehlt, ja gar auf sich besonders aufmerksam macht, das wissen auch die Weinbauern der Volkacher Mainschleife. Während die einen noch „klassisch" arbeiten und ihre Etiketten mit Weintrauben, Ranken oder vielleicht einer Zeichnung des Herkunftsortes oder des Weinguts verzieren, gehen andere ungewöhnlichere Wege. Klar ist: Am Ende entscheidet der Geschmack und die Qualität des Weines. Aber: Das Auge trinkt eben auch mit. Davon können die auf diesen Seiten vorgestellten Winzer berichten.

Weingut Hirn (Untereisenheim)

Es war ein Lebenstraum, den sich Matthias Hirn erfüllt hat, als er sein Weingut in der Architektur von Friedensreich Hundertwassers baute und im Jahr 2003 eröffnete. Kunst und Architektur in Einklang zu bringen, das faszinierte den Winzer schon immer an der Art, wie der 2000 verstorbene Österreicher Künstler seine Arbeit verstand. Und so ist das Weingut mit seinen unterschiedlich hohen Fenstern, den bunten Bruchkeramiken, den lebensfrohen Farben und der ökologischen Bauweise unter Anleitung seines Architekten Springmann vollendet worden, der über ein halbes Dutzend Bauwerke zusammen mit Hundertwasser realisiert hat. Natürlich ziert das Haus auch jedes Etikett der Flaschen einer der zehn Rebsorten, die das Weingut Hirn im Angebot hat. Viele der Besucher, die das Weinparadies „einfach nur so" besuchen, nehmen sich dann freilich einen Schoppen mit. Jedoch kauft man damit nicht lediglich ein Souvenir des ungewöhnlichen Hauses. Jeder Wein des Untereisenheimer Winzers, der in eine 0,75-Liter-Flasche abgefüllt wird, wurde bislang mit einer Medaille ausgezeichnet. Zudem hat man den Ehrenpreis des Landkreises Würzburg für herausragende Leistungen bei der „Fränkischen Weinprämierung" erhalten.

Weingut Hirn

Tel: 09386 - 388
www.weingut-hirn.de

Familienweingut Braun (Fahr am Main)

Das Weingut Braun aus Fahr am Main hat vier eigene Linien: Mit dem Attribut „Flink" werden die leichten und frischen Weine gekennzeichnet, noch dazu mit bunten Etiketten versehen. „Wahr" prangt auf den typisch fränkischen Erzeugnissen, beispielsweise auf den Bocksbeuteln. „Mutig" werden Weinsorten wie Grau- und Weißburgunder, aber auch Chardonnay oder Sauvignon Blanc bezeichnet - weil die Brauns mit diesen in Franken weniger bis gar nicht typischen Sorten Mut für Neues beweisen. Und die „Reif"-Linie beinhaltet ausschließlich ausgezeichnete Tropfen. Vier unterschiedliche Linien, die doch eines gemeinsam haben: den Bären auf dem Etikett. Es war eine Weinlaune, aus der heraus die Idee dazu geboren wurde und die lustigsten Assoziationen zum Familiennamen plötzlich auf dem Tisch lagen - Braun . . . Braunbär? Das ist es! Allerdings erwies sich der Gedanke nicht als Schnapsidee, sondern nach reiflicher Überlegung sogar als der Clou: Mit dem Braunbär verbindet man bekanntlich landläufig nicht nur Kraft, sondern auch Zielstrebigkeit und Familienverbundenheit - allesamt Eigenschaften, die sich die Brauns gerne ans Revers und somit auch auf das Etikett ihrer Tropfen heften. Wo der Bär drauf ist, ist also Braun drin. Egal ob flink, wahr, mutig oder reif.

Familenweingut Braun

Tel: 09381 - 80730
www.weingut-braun.de

Weingut Then (Sommerach)

Wie viele hundert Jahre - ob 300 oder 500? - es her ist, dass das Haus, in dem seit mittlerweile 1849 in der fünften Generation das Sommeracher Weingut Then untergebracht ist, einmal „Gasthaus zum Löwen" hieß, das kann die Familie Then nur erraten. Sicher ist aber, dass das große Schild mit dem Konterfei eines Löwen, welches vor zwei Jahren bei Aufräumarbeiten auf dem Dachboden gefunden wurde, einmal das Emblem des Gasthauses war. Und mit dem Fund hatte man plötzlich sein ganz eigenes Markenzeichen gefunden, das freilich auch auf die Etiketten musste. Sogar nicht nur auf diese: Der Löwenkopf ziert als Prägung beispielsweise auch den Verschluss der Flaschen, zieht sich also wie der berühmte rote Faden als Wiedererkennungs- merkmal durch das gesamte Produktsortiment. Wie er seine Zunge herausstreckt und sich dabei gemütlich selbst zu strecken scheint, das macht gleich Lust auf einen Schluck. Ein echter Gewinn, denn bisher waren auf den Weinerzeugnissen aus dem Hause Then eher herkömmliche Motive abgebildet, die kein Alleinstellungsmerkmal darstellten. Und die neue Linie der Sommeracher Winzerfamilie mit eher leichten Weinen, beispielsweise der Sorten Silvaner oder Rotling, heißt dann auch gleich „Löwe".

Weingut Then

Tel: 09381- 92 68
weingut-arthur-then.de

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