8 Sommeracher 8 Blickwinkel

Ein Ort wie Sommerach hat viele Gesichter - und die acht hier vorgestellten gehören zu Menschen, die stellvertretend für den Weinort sind und diesen in verschiedenen Facetten vertreten - von Seiten der Gastronomie, des Weines, der Tradition, aber auch des Gewerbes und der Geistlichkeit. Und wenn man den acht Sommerachern zuhört, wenn sie ihren Heimatort aus ihrem Blickwinkel beschreiben, stellt man fest, dass Sommerach weitaus mehr als Wein, gutes Essen oder die schöne Landschaft zu bieten hat.

Beate Fiala – Floristin

Beate Fiala ist Floristin, ihr Mann Alfred Gärtner - gemeinsam führen sie ihren Gartenbaubetrieb in der Nordheimer Straße in Sommerach - und das schon seit 31 Jahren in dieser Konstellation, in der sich die Beiden perfekt ergänzen. Für die gebürtige Dettelbacherin ist Sommerach schnell zur Heimat geworden. „Aus der Bevölkerung heraus kommt regelmäßig ein neuer Ansporn, was man machen kann." In ihrem Job kann sie sich aktiv an der Dorfverschönerung beteiligen.

Lena Kram – Weinprinzessin

Auf dem Sommeracher Weingut Freihof ist Lena Kram (20) zu Hause. Und seit dem 12. April trägt sie für ihre Heimat die Kroner der Sommeracher Weinprinzessin. Eine Ehre für die Steuerfachangestellte, die damit in die Fußstapfen ihrer Tante Simone, die auch Sommeracher Weinprinzessin war. Und auch fast schon eine Selbstverständlichkeit: „Wir haben ein sehr schönes Dorf und tolle Feste - das Amt macht einen Riesenspaß!"

Andreas Drescher – Feuerwehrmann

Gebrannt hat es in Sommerach schon lange nicht mehr - gottseidank! Dafür brennt Andreas Drescher schon seit seinem 14. Lebensjahr für das Ehrenamt Feuerwehrmann. Und seit 2006 ist er Kommandant über derzeit 37 Aktive, darunter sieben Frauen. Bei Starkregen oder Hochwasser, aber auch für Schulungen und öffentlichkeitsarbeit sind er und seine Kameraden gefragt. „Ich bin da richtig reingewachsen und kann mir ein Leben ohne die Sommeracher Wehr kaum vorstellen."

Philo Jakob – Gästeführerin

Seit August 2005 gibt es in Sommerach die Infovinothek, direkt am Marktplatz. Eine der vier Angestellten dort ist Philo Jakob, die nicht nur mit ihrem Team über die Angebote der einheimischen Winzer und Gaststätten informiert, sondern auch Besucher Sommerachs durch die Straßen oder Weinlagen begleitet. Selbst kein „Urgewächs", hat sich die Gästeführerin schon lange hier eingelebt. „Unser Angebot ist spannend und vielfältig, das macht Spaß!"

Martina Strobel – Gastwirtin

Seit 1870 gibt es das Gasthaus und Weingut „zum Weißen Lamm" in Sommerach, und in der mittlerweile 6. Generation ist Martina Strobel die Chefin in Küche und Keller. In die Schuhe als Wirtin ist die Mutter dreier Kinder von der Pike auf hinein gewachsen. Und sie sieht ihren Beruf als Berufung. „Die Begeisterung für Gastlichkeit und für unseren Wein soll bei den Gästen direkt ankommen. Das ist nicht einfach nur ein Job, das ist Leidenschaft."

Pater Philippus – Pfarrer

Nur wenige Kilometer weg von den Mauern Sommerachs liegt das Kloster Münsterschwarzach. Vom dort ansässigen Orden der Benediktiner stamm Pfarrer Pater Philippus Eichenmüller, der für die Weingemeinde seit rund zehn Jahren zuständig ist und für die Gestaltung des gesamten kirchlichen Lebens hauptverantwortlich ist. Der gebürtige Oberpfälzer liebt an Sommerach vor allem das Dörfliche. „Hier kennt man sich wenigstens noch."

Elisabeth Drescher – Landfrau

Als Elisabeth Drescher vor vielen Jahren aus der Nähe von Salzburg nach Sommerach kam, war ihr klar: Hier will sie sich schnell in einem Verein engagieren, um die Dorfgemeinschaft kennen zu lernen. Seit elf Jahren mittlerweile ist Elisabeth Drescher die Ortsbäuerin von Sommerach, und damit erste Ansprechpartnerin der losen Vereinigung von Frauen, die es schon seit 100 Jahren gibt. „Die Tradition der Landfrauen fand ich schon immer faszinierend."

Emil Schlereth – Friseur

Wenn man in Sommerach etwas erfahren will, dann kann man das auch bei Emil Schlereth. Nicht nur, weil dieser seit 40 Jahren Friseur im Salon ist, den bereits sein Vater begründet hat, sondern auch, weil er ein echter Eingeborener ist. Und einer, der nicht nur die Sommeracher kennt, sondern mittlerweile auch Bekanntschaft und Freundschaft zu vielen regelmäßigen Gästen gemacht hat. „Die Vielfalt in Sommerach ist einfach klasse."

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